Leistungen der Ergotherapie

Fünf Fachbereiche. Ein Ziel: Handlungsfähigkeit im Alltag zurückgewinnen.

Ergotherapie Forum Vitale

Ergotherapie

Wo wir helfen können

Ergotherapie setzt an dem an, was im Alltag wirklich zählt: aufstehen, sich anziehen, arbeiten, spielen, am Leben teilhaben. Wir begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene dabei, genau diese Fähigkeiten zu erhalten, zurückzugewinnen oder neu zu entwickeln – fachlich fundiert, individuell abgestimmt und nah an der Lebenswirklichkeit unserer Patientinnen und Patienten.

Unsere Leistungen umfassen fünf Fachbereiche – von der Pädiatrie über Neurologie und Orthopädie bis hin zu Psychiatrie und Geriatrie. Für jede Lebenssituation der richtige Ansatz.

Pädiatrie

Entwicklung begleiten, Stärken entdecken

Neurologie

Verlorene Fähigkeiten zurückgewinnen

Orthopädie / Traumatologie

Belastbarkeit und Beweglichkeit verbessern

Psychiatrie

Stabilität und Alltag neu aufbauen

Geriatrie

Selbstständig bleiben, solange es geht

Unsere Fachbereiche

Pädiatrie

Kinder und Jugendliche brauchen manchmal mehr Unterstützung, als Eltern alleine geben können – sei es in der Entwicklung, im Schulalltag oder im Umgang mit dem eigenen Körper und der Umwelt. Wir begleiten Kinder, Jugendliche und ihre Familien dabei, Hürden zu überwinden und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken. Der Einbezug von Eltern, Schule und Kita ist für uns dabei selbstverständlich.

Typische Themen

Entwicklungsverzögerungen, Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme (u. a. ADHS), Schwierigkeiten im schulischen Alltag, feinmotorische Auffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten

Behandlungsansätze

Sensorische Integration (SI) · Wahrnehmungs- und Handlungsförderung

Neurologie

Erkrankungen des Nervensystems oder Unfälle können die Handlungsfähigkeit im Alltag grundlegend verändern – plötzlich oder schleichend. Wir begleiten Menschen dabei, verlorene Fähigkeiten zurückzugewinnen, mit bleibenden Einschränkungen umzugehen und ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Dabei analysieren wir gemeinsam Stärken und Ressourcen, nicht nur Defizite.

Typische Themen

Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson, Multiple Sklerose, Lähmungen und Sensibilitätsstörungen, kognitive Einschränkungen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Planung), Cerebralparesen

Behandlungsansätze

Bobath-Therapie · Kognitives Training / Hirnleistungstraining

Orthopädie / Traumatologie

Verletzungen, Operationen oder chronische Erkrankungen am Bewegungsapparat schränken oft genau das ein, was im Alltag selbstverständlich schien: greifen, heben, schreiben, arbeiten. Wir unterstützen dabei, Belastbarkeit und Beweglichkeit schrittweise zurückzugewinnen – und entwickeln gemeinsam Strategien für das, was vorübergehend oder dauerhaft anders bleibt.

Typische Themen

Frakturen und Verletzungen an Hand, Schulter oder Wirbelsäule, Rheuma und Arthrose, Sehnenverletzungen, Narbenbehandlung, Einschränkungen nach Operationen

Behandlungsansätze

Handtherapie · Schienenversorgung und Hilfsmittelberatung

Psychiatrie

Psychische Erkrankungen betreffen oft die ganz alltäglichen Dinge: aufstehen, sich strukturieren, unter Menschen gehen, sich selbst versorgen. Wir begleiten Menschen dabei, Stabilität aufzubauen, Handlungsräume zu erweitern und Schritt für Schritt wieder mehr Eigenständigkeit zu gewinnen. Unsere Arbeit verbindet therapeutische Gespräche, Alltagsaktivitäten und gezielte Reflexion.

Typische Themen

Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, psychosomatische Beschwerden, Belastungsstörungen, Schwierigkeiten in Tagesstruktur und Antrieb, mangelnde Selbstfürsorge

Behandlungsansätze

Alltagsorientierte Therapie (AOT) · Ressourcenorientierte Handlungsbegleitung

Geriatrie

Im Alter verändert sich vieles – manchmal langsam, manchmal plötzlich. Wir begleiten ältere Menschen dabei, möglichst lange selbstständig und aktiv zu bleiben: in der eigenen Wohnung, im sozialen Umfeld, im Alltag. Unser Ziel ist nicht, Verluste zu kompensieren, sondern Ressourcen zu stärken und Lebensqualität zu erhalten.

Typische Themen

Demenz und kognitive Einschränkungen, Bewegungseinschränkungen, Sturzgefährdung, nachlassende Orientierung und Alltagskompetenz, Einschränkungen durch chronische Erkrankungen, veränderte Wohnsituation

Behandlungsansätze

Sturzprävention und Gleichgewichtstraining · Wohnraumanpassung und Hilfsmittelberatung

Häufige Fragen zur Ergotherapie

Brauche ich eine Überweisung oder Verordnung?

Ergotherapie ist eine Heilmittelbehandlung und wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verordnet – ähnlich wie Physiotherapie oder Logopädie. Eine Verordnung ist die Voraussetzung für die Behandlung. Wenn Sie unsicher sind, ob Ergotherapie für Sie oder Ihr Kind infrage kommt, sprechen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt an.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, Ergotherapie ist eine Kassenleistung – sowohl bei gesetzlichen als auch bei den meisten privaten Krankenversicherungen. Mit einer ärztlichen Verordnung werden die Kosten in der Regel übernommen. Je nach Versicherung kann eine Zuzahlung anfallen.

Wie läuft die erste Behandlung ab?

Zu Beginn führen wir ein ausführliches Erstgespräch, in dem wir Ihre Situation, Ihre Ziele und Ihren Alltag besser kennenlernen. Daraus entwickeln wir gemeinsam einen individuellen Behandlungsplan. Die erste Einheit dient also vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und der Planung.

Wie lange dauert eine Behandlungseinheit?

Eine Einheit dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten – abhängig von der Verordnung und dem Fachbereich. Die genaue Dauer besprechen wir bei der Terminvereinbarung.

Kann die Behandlung auch bei mir zu Hause stattfinden?

Ja, Hausbesuche sind möglich und werden von Ärzten entsprechend verordnet. Besonders in der Geriatrie oder bei stark eingeschränkter Mobilität kann eine Behandlung im häuslichen Umfeld sinnvoll sein.

Ab welchem Alter behandeln Sie Kinder?

Wir behandeln Kinder ab dem Kleinkindalter. Wie früh eine ergotherapeutische Unterstützung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab. Im Zweifelsfall sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie.

Wie lange dauert eine Ergotherapie insgesamt?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, weil es sehr vom Krankheitsbild, den Zielen und dem individuellen Verlauf abhängt. Manche Behandlungen sind auf wenige Wochen angelegt, andere begleiten Patientinnen und Patienten über einen längeren Zeitraum. Wir besprechen das offen mit Ihnen und passen die Planung regelmäßig an.

Was ist der Unterschied zwischen Ergotherapie und Physiotherapie?

Physiotherapie fokussiert auf Körperfunktionen wie Kraft, Beweglichkeit und Schmerzreduktion. Ergotherapie denkt vom Alltag aus: Was brauche ich, um mein Leben so zu führen, wie ich es möchte? Oft ergänzen sich beide Disziplinen gut – und wir arbeiten wo nötig eng mit Physiotherapeutinnen und -therapeuten zusammen.

Kann ich mich auch ohne Verordnung melden, um Informationen zu bekommen?

Ja, gerne. Wenn Sie unsicher sind, ob Ergotherapie für Ihre Situation infrage kommt, können Sie uns jederzeit telefonisch kontaktieren. Wir helfen Ihnen bei der Orientierung.